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BSV Sachsen Zwickau - TuS Metzingen // Vorbericht + Fantreffen

Vorbericht

Bereit für das letzte Pflichtspiel in Liga 2. Am Samstag treten die Metzingerinnen ihre letzte Auswärtsfahrt in der Runde an und werden sogleich den damit verbundenen letzten Spieltag positiv durchziehen wollen. Das Ziel ist klar mit einem Sieg deklariert. Der Gastgeber Sachsen Zwickau steht mit einem ausgeglichenem Punktestand von 29:29 auf dem 9. Tabellenplatz. Im Hinspiel verlor Zwickau das Duell in Metzingen mit 25:34 Zählern.

Das Trainingspensum wurde bei der TuS bereits etwas herunter gefahren und gegen drei Tage auf Mallorca ersetzte. Nachdem es am vergangen Spieltag den Meisterschaftspokal gab und ehrenvoll die Mannschaft vom HBF gekürt wurde gab es nur noch ein Ziel: Flughafen Stuttgart und direkt in den Süden. Nichts desto trotz werden die Spielerinnen nicht leichtfertig in das Auswärtsspiel gehen. Nachdem Kurztrip auf dei Balearen wurde bereits wieder intensiv trainiert und sich gut auf das Gastspiel in Sachsen vorbereitet. Coach Edina Rott ruft hierfür auch nur ein Ziel aus, den Sieg im letzten Spiel zu holen und die überragende Saison positiv beenden. Gegen Zwickau und insbesondere in der Sachsen-Stadt gab es schon einige Unangenehme Begegnungen. Diese möchte man diesmal nicht vor Augen haben und sportlich fair aufspielen und genauso auch empfangen werden. Das Team wird seit Januar von Norman Rentsch trainiert und konnte unter seiner Obhut acht Siege aus 15 Spielen holen. Die Sachsen-Damen spielten die ganze Saison über im Mittelfeld und konnten weder oben in der Tabelle angreifen und sind sie in die Abstiegszone abgerutscht.

Nächstes Fantreffen

Am heutigen Freitag trifft sich die Metzinger Fanszene wieder im Gasthaus Rose in Metzingen. Das Fantreffen wurde um eine Woche vorverlegt, da am nächsten Freitag (25.05.) Edina´s Abschiedsspiel stattfindet. Ab 19.00 Uhr dürfen sie Fans und Sympathisanten der Metzinger TusSies im Gasthaus Rose einfinden. Jeder Interessierte ist herzlich eingeladen.

TuS Metzingen - TSG Wismar // 39:26

Ein großartiger Abend. Nach dem Sieg folgte die Pokalübergabe

Im vorletzten Spiel der Saison gewannen die TusSies Metzingen gegen den Tabellenletzten TSG Wismar mit 39:26. Vor dem Spiel war beiden Teams klar, das es um nichts mehr geht und lediglich die Frage um die Höhe des Metzinger Sieges gestellt wurde. Das es jedoch eine ganze Weile gebraucht hat, bis diese Tordifferenz im Endergebnis zu buche stand, hatte wohl keiner geahnt. Doch dieses Spiel sollte nur Nebensache sein an diesem Abend. Vielmehr freuten sich alle beteiligten schon auf die Feierlichkeit nach Spielende. Wie sich das eben gehört für eine Meistermannschaft, wird sie am letzten Saisonheimspiel für die erbrachte Leistung geehrt und mit einem Pokal sowie Medaillen belohnt.

Zuvor sahen die 580 Zuschauer in der Öschhalle sicherlich nicht die beste Saisonleistung ihrer TusSies, die auch nicht mit Vollgas übers Parkett fuhren, dennoch reichte es locker zu einem 39:26 Sieg über das Team von der Ostsee. Zudem fehlten der TSG Wismar mit Liudmila Yermachek, Maria Wowarra, Eva-Maria Kollecker und Franca Kühne Hauptakteure des Kaders. Anfangs lieferten sich beide Mannschaften ein Kopf an Kopf rennen um die Tore, zwar schleppend aber keiner konnte davon ziehen. 15 Minuten des Spiels waren vergangen als plötzlich Wismar mit einem Tor in Führung ging. Nun stand es 6:7 und das nachdem bereits Edina Rott zuvor beim Stand von 6:6 zur Auszeit bot. Der Knote wollte darüber hinaus in den nächsten acht Minuten ebenfalls nicht platzen. TSG-Trainerin Marina Bratenkowa nahm die Auszeit beim Zwischenstand von 12:10 in Anspruch. Die Hoffnung war bis dato groß, den Meister der 2. Liga noch einmal so richtig zu ärgern. Direkt nach der Auszeit gelang Stefanie Laas für Wismar auch der Anschlusstreffer zum 12:11.
Für die verbleibende Spielzeit der ersten Halbzeit machten die TusSies nun kurzen Prozess und ließen die Bälle reihen weise im gegnerischen Netz zappeln. Annamaria Ilyes war drei mal und je einmal Ina Großmann sowie Nastja Antonewitch erfolgreich. In die Kabine verabschiedeten sich die Teams mit einem 17:12 Pausenstand. In zweiten Durchgang fielen auf beiden Seiten munter die Tore weiter. Die deutliche Führung war den Rott-Mädels aber nicht mehr zu nehmen. In der 40. Minute zeigte Annamaria Ilyes sogar ein bisschen „Show“. Am sieben-Meter-punkt stehend gab sie eine 360-grad-drehung zum besten und trickste so nicht nur zum eigenen vergnügen die TSG-Torfrau aus sondern netzte natürlich auch ein.
Es war einer von insgesamt 15 Treffern im gesamten Spiel. Die 49. Minute wird auch für Sabine Stockhorst nur im ersten Moment ein Ärgernis bedeutet haben. Sie wurde mit einer zwei Minuten Zeitstrafe auf die Bank geschickt. Den Schlusspunkt setzte in letzter Sekunde das Anspiel von Carolin Tuc auf Ina Großmann, die anschließend mit einem Kempa-Trick zum 39:26 Endstand traf. Im Anschluss folgte die angekündigte Ehrung. HBF-Offizieller Thomas Pientka verlieh jeder Spielerin und dem gesamten Trainer- und Betreuerteam jeweils eine Goldmedaille. Die Spielerinnen wurde dafür einzeln vom Publikum in die Halle lautstark hineingerufen. Nachdem das Team der TusSies vollzählig wieder in der Hallenmitte anwesend war und das Publikum mit tosendem Applaus Stimmung machte übergab Thomas Pientka den Pokal.
Ein Bild welches die Metzinger wohl nicht so schnell vergessen werden. Unter Konfettiregen und mit der Trophäe in den Händen jubelte die Mannschaft und die ganze Halle war eine einzige Partymeile. Überglücklich zeigten sich die Spielerinnen und fanden nur noch Worte wie: Megageil, Großartig und Wahnsinn. Alles zutreffend, für das Team, die ganze Saison und ein Trainerteam das sehr geschickt ihre Schützlinge durch das Spieljahr lenkte. Es ist eine Sensation, mit der keiner wirklich gerechnet hätte. Nun ist es Realität, TuS Metzingen hat Geschichte geschrieben und steigt erst mal in die höchste Deutsche Spielklasse auf und darf sich als erster Meister der eingleisigen Zweiten Liga in die Bücher eintragen lassen.

TSG Ketsch - TuS Metzingen // 29:38

Die TuS Metzingen bleibt weiterhin ungeschlagen.

Vor dem Spieltag sind die Gegebenheiten klar gewesen. Der bereits feststehende Meister TuS Metzingen trat in Ketsch bei der TSG an, die ebenfalls schon vor Saisonende über die eigene Zukunft entschieden hat. Die Ketscher Bären starten in der kommenden Runde als Drittligist und haben sich freiwillig dafür entschieden. Sportlich hätten sie höchstwahrscheinlich den Klassenerhalt sowieso nicht mehr gepackt. Nur auf Grund zahlreicher Abmeldungen anderer Clubs aus der 2. Liga wären sie als Tabellen-Vorletzter Zweitligist geblieben. Obwohl es in dem Spiel eigentlich nur um die bekannte goldene Ananas ging sahen die Zuschauer in der Ketscher Neurott Halle ein munteres Spiel. Schließlich hat weder Ketsch den Kopf hängen lassen noch spielte Metzingen mit angezogener Handbremse. Schießlich ist das ausgegeben Ziel der TuS-Trainerin Rott für die drei verbleibenden Spiele in Liga 2 drei Siege einzufahren. Mit dem Endergebnis von 29:38 wurde dem Rechnung getragen und zwei Punkte mit in das Ermstal entführt. In der ersten Halbzeit dauerte es dennoch rund 20 Minuten bis die TusSies so richtig über die Ketscher Damen herrschten und zumindest mit drei Toren Vorsprung in die Kabine gehen konnte. Zwar behielt das Team von Edina Rott meistens die Oberhand, ließ Ketsch aber viermal in Führung gehen (2./18.). Von Minute 20 bis 25 konnte die TuS sich nicht einmal in Front bringen. Ketsch legte vor und Metzingen egalisierte jedesmal nur das Ergebnis. Nach dem bis dahin resultierten 13:13 verwandelte schließlich Annamaria Ilyes per 7-Meter zur erneuten Führung. Diese sollte fortan auch nicht mehr abgegeben werden.

30 Sekunden vergingen im zweiten Durchlauf ehe Alexandra Kubasta für die TusSies zum 20:16 erhöhte. Acht Spielminuten später standen die Ketscher Bären wieder parat und hielten fest gegen den Meister an (38./20:21). Die nächsten sieben Zeigerumdrehungen au der Uhr nutzen die TusSies zum werfen von sechs weiteren Toren. Das erste mal stand nun eine klare Führung zu Buche. Für Ketsch höchste Eisenbahn, eine Auszeit zu nehmen. Immerhin standen die Gastgeberinnen zu keiner Zeit bis dahin wirklich auf dem Abstellgleis.

Aber auch eine Ansprache half nichts mehr. Ketsch konnte mit den konditionell und technisch stark überlegenen Metzingerinnen nicht mehr mithalten und Edina Rotts Mannschaft zog davon. Den letzten Treffer markierte Nastja Antonewitch. Ihr Tor erhöhte das Endergebnis aus Metzinger Sicht auf 38:29 und bescherte zwei weitere Punkte für den Aufsteiger in die 1. Bundesliga.

HUGO BOSS Charitiy Cup 2012

Fußball für einen guten Zweck.

Meister TuS Metzingen - Teil 2, die Aufstiegssause

Empfang an der Öschhalle.

Drei Spieltage vor Schluss steht nun also die Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die 1. Bundesliga fest. Für viele Spielerinnen ein großer Traum der in Erfüllung geht und für den Verein eine Sensation. Gebührend gefeiert wurde bereits direkt nach dem Spiel in Bietigheim. Der 25:22 Sieg ließ den Gefühlen freien Lauf und die Sektkorken knallen. Selbst der TusSiefant, das Maskottchen der TuS-Damen, nahm am Rande der Bank während des Spiels platz und feuerte sein Team kräftig an.

Die anschließende Busfahrt in das Ermstal verlief mindestens genauso Feuchtfröhlich wie der Empfang. Gespannt warteten zahlreiche Fans unter ihnen auch der Oberbürgermeister der Stadt Metzingen Dr. Ulrich Fiedler auf die zukünftigen Erstliga-Handballerinnen. Bis eine Dreiviertelstunde nach Mitternacht musste gewartet werden. Doch dann ertönte die laute Hupe des Busses, der die Aufstiegsheldinnen vor die Halle fuhr. Unter Applaus und Fangesängen stiegen die Handballerinen samt Trainer-Team aus dem Bus und ließen sich feiern.
Unter den ganzen Jubel mischten sich immer wieder lautstarke Gesänge wie: „Meister-Trainer – Meister-Trainer“, was in Richtung Edina Rott gesungen wurde. Ihr Mann und zugleich Geschäftsführer der Mannschaft bekam „Meister-Manager – Meister-Manager“ zu hören. Auch „Metzingen hat das geilste Team der Welt“ wurde mehrmals angestimmt. Ferenc Rott zeigte sich sichtlich erleichtert und freudig über den Aufstieg: „Heute bin ich bin stolz Verantwortlicher dieser Mannschaft zu sein und möchte mich in erster Linie bei dem Team bedanken, bei meiner Frau, dem Umfeld und all den ganzen treuen Fans.“
Lobende und ehrliche Worte fand auch Metzingens Stadtoberhaupt, der die Spendierhosen an hatte und für die Getränke der Feier aufkam: „Es macht richtig Spaß heute hier dabei zu sein, ihr seit echt eine tolle Truppe mit einer exzellenten Trainerin und einem super Manager.“ Er fügte hinzu das „die TuS ein sehr guter und sympathischer Werbeträger sei und die Stadt im Rahmen der Möglichkeiten den Aufsteiger unterstützen werde.“ Denn die erste Liga soll nicht nur kurzfristig aufgemischt werden sonder auch langfristig Heimat der TusSies werden. TuS-Manager Rott sieht den Klassenerhalt in der nächsten Saison als realistisches Ziel an.

Glückwünsche

>>Der TusSies-Fanclub gratuliert „seinen Mädels“ zum wohlverdienten Aufstieg und wünscht ihnen viel Erfolg in der ersten Liga.<<

Euer TusSies-Fanclub …immer dabei!

Restprogramm

Drei Spiele stehen noch aus. Zwei davon werden Auswärts bestritten. Das vorerst letzte Zweitliga-Heimspiel der TuS Metzingen wird gegen Wismar am 12. Mai stattfinden. Bereits am kommenden Samstag fahren die TusSies nach Ketsch und am letzten Spieltag sind sie in Zwickau (19.05.) zu Gast. Fotos: Peer W.-Fudisch & Fabian König

Meister TuS Metzingen - Teil 1, das Spiel

Sieg, Aufstieg, Meister! Die Pink-Ladys stürmen in die erste Liga.

22:25 endete die spannende Partie zwischen Bietigheim und Metzingen. Die zwei Punkte im Nachholspiel bescherten der TuS Metzingen einen uneinholbaren Vorsprung in der Tabelle und somit den Meistertitel der 2. Handball-Bundesliga und den direkten Aufstieg ins deutsche Oberhaus. Rund 930 Zuschauer sahen in der Halle am Viadukt ein packendes Spiel, dass hätte nicht spannender gestaltet werden können. Starke Abwehrleistung auf beiden Seiten und schwache Abschlüsse im Angriff sorgten für eine geringe Torausbeute in der erste Viertelstunde (5:5).

Nachdem Patricia Stefani gekonnt den Ball im gegnerischen Tor versenkte lagen die TusSies in der 17. Spielminute erstmalig vorne (5:6). Zwar lag das Team von Edina Rott im restlichen Spielverlauf nicht ein einziges mal mehr zurück, musste aber noch des öfteren einen Ausgleich hinnehmen. Als in der 23. Minute Bietigheim zum 8:8 Unentschieden traf, zog SG-Coach Christian Hungerecker die grüne Karte zur Auszeit. Keine drei Minuten später folgte ihm TuS-Trainerin Edina Rott. Zwar sind zwischen beiden Time-Outs vier Tore gefallen jedoch wieder nur ausgleichend. So richtig ist keines der beiden Teams deutlich in Fahrt gekommen. In den verbleibenden vier Minuten bis zur Halbzeit konnten Patricia Stefani & Barbara Balogh (2x) die TuS Metzingen wieder in Front bringen. Dem stand nur ein Gegentor von Zsuzsanna Hegyi entgegen, so das beide Teams sich mit 11:12 in die Pause verabschiedeten.
Im zweiten Durchgang legten die Gäste nun richtig los. Die Leistung zeigte fortan wieder warum die TuS Metzingen sich auf dem ersten Platz der Tabelle wiederfindet und sich von niemanden in der Liga hat stoppen lassen. Aus einem 15:16 in der 40. Minute wurde binnen vier Minuten ein 15:20 aus Bietigheim Sicht. Dies war die Belohnung nachdem die TusSies deutlich zugelegt und rasant die Fehler aus der Anfangsphase behoben haben. Die 1. Bundesliga rückte nun immer näher. Wusste man doch schon vor dem Spiel, dass mit einem Sieg alles klar gemacht werden kann und dem Gang in die höchste Spielklasse nichts mehr im Wege stehen wird. Der dritte Anlauf nach 1997 und 2007 wird wirtschaftlich und sportlich glücken. Es war zum Saisonende hin nur eine Frage der Zeit. Das nun ausgerechntet in Bietigheim das heiße Spiel stattfand war Zufall. Genau 25 Monate vorher mussten die TusSies sogar einen Schicksalsschlag ihrer Spielertrainerin verkraften. Mit einem Kreuzbandriss hatte Edina Rott damals die Halle verlaßen. An diesem Freitag nun standen alle Zeichen auf Sieg in jeglicher Hinsicht. Obwohl die Schlussphase der Partie alle Beteiligten noch einmal zum zittern brachte. Die Anspannung auf den Rängen war den TuS-Fans in die Gesichter geschrieben.
Nachdem der Vorsprung in der 58. Minute abermals wieder schrumpfte (22:24) erzielte Annamaria Ilyes per 7-Meter (59.) das letzte Tor des Spiels und sicherte den TusSies einen 3-Tore-Vorsprung, der ihnen nicht mehr zu nehmen war. Mit dem Ende der Partie gab es kein halten mehr. Fans und Mannschaft haben alles um sich herum vergessen und starteten eine große Aufstiegssause in der Halle der Gastgeber. Mit dem Endstand von 22:25 besiegelten die Rott-Schützlinge die Meisterschaft und den Aufstieg vorzeitig. Die SG BBM Bietigheim hat der TuS Metzingen freien Lauf im Feiern und Jubeln gelassen. Eine lange Nacht begann.

TuS Metzingen - TSV Travemünde // 31:23

Verdienter Sieg vor 740 Zuschauern - Aufstieg fast perfekt

"Spitzenreiter, Spritzenreiter" - ein Gesang an den sich die Fans in der Öschhalle mittlerweile gewöhnt haben und immer wieder gerne hören. Die Handballdamen der TuS Metzingen lieferten auch gegen den TSV Travemünde ein solides Spiel ab und sicherten sich problemlos den Sieg vor rund 740 Zuschauern. Mit 31:23 konnten die Gäste von der Ostsee bezwungen werden - Annamaria Ilyes wurde mit 11 Treffern wieder beste Werferin und Patricia Stefani bekam die Ehre zur Spielerin des Spiels gekührt zu werden.

Der Aufstieg hätte sogar schon perfekt gemacht werden können, hätte Weibern in Zwickau Punkte liegen lassen und Bietigheim in Wolfsburg verloren. Es bleibt also nur noch eine Frage der Zeit wann der erfolgreiche TuS-Express mit den Pink-Ladys an Bord im Bahnhof 1. Bundesliga einfährt. Nachdem Travemünde die weite Anreise mit rund 11 Stunden Busfahrt absolvierte, standen sie dennoch in der Anfangsphase recht pasabel auf dem Parkett. Zwar konnte sie nicht einmal im Spiel die Führung in den eigenen Händen halten, erschwerten dafür aber bis zur 13. Minute (7:6) den Metzinger Spielaufbau. Nur drei Minuten später erzielte Franziska Haupt für Travemünde das bis dahin letzte Tor (16. / 9:8) einer folgenden Durststrecke. Denn für über zehn Minuten überließen sie das Tore werfen gänzlich den Gastgeberinnen. Bis zum Spielstand von 17:8 (27.) verteilte sich das einnetzen auf Carolin Tuc, Annamaria Ilyes, Ina Großmann (alle je zweimal erfolgreich) und Katharina Beddies sowie Barbara Balogh mit je einem Treffer. In die kurz darauf folgende Halbzeit verabschiedeten sich beide Teams mit einem Zwischenstand von 20:9.
Die zweite Halbzeit brachte keine Überraschung. Die Zuschauer sahen ein munteres Spiel, bei dem Metzingen konstant durchspielte und das Team von Gäste-Coach Andreas Juhra sich auch zu keiner Minute aufgab. Erwähnenswert auf Seiten der TusSies ist, dass Neuzugang Nastja Antonewitch ihr Heimdebüt gab und direkt einen Treffer markierte. Zusätzlich sahen die Fans in der Öschhalle Julia Smideliusz nach langer Verletzungspause wieder als Spielerin im Trikot der TuS. Mit dem Endstand von 31:23 wurde sich erfolgreich bei Travemünde revanchiert (Hinspiel: 25:24). Schließlich setzten sich die Metzinger Damen inklusive Trainerteam zum Ziel gegen keine Mannschaft in der aktuellen Saison zweimal zu verlieren. Mit diesem Sieg ist somit auch das erreicht worden. Gegen die restlichen Gegner die nun bevorstehen (Bietigheim, Ketsch, Wismar & Zwickau) wurde in der Hinrunde bereits jedes Match gewonnen.

17.04.2012 // Nächstes Fantreffen steht vor der Tür

Smalltalk über den Erfolg

Das nächste Fantreffen ist am Freitag, den 20.4.2012 ab 19.00 Uhr in Metzingen im Gasthaus Rose. Der Termin wurde um eine Woche vorverlegt, da am 27.4 das Nachholspiel in Bietigheim ist. Somit ist ein Abend mit viel Gesprächsstoff gesichert. Denn genau am darauf folgenden Tag spielen die TusSies Metzingen ihr Heimspiel gegen Travemünde. Dies könnte schon ein Entscheidender Tag in der Geschichte des Metzinger Handballs werden. Zwar sind die Metzingerinnen auf Schützenhilfe angewiesen, doch theoretisch wäre der Aufstieg machbar. Keine sechs Tage später treten die TusSies ihr Nachholspiel in Bietigheim an.

MTV Altlandsberg - TuS Metzingen // 29:39

TusSies bleiben auf Erfolgskurs

Am vergangenen Samstag erspielten die Metzinger Damen einen Arbeitssieg ohne große Gegenwehr. In Altlandsberg wurden 2 Punkte gegen den feststehenden Absteiger (Rückzug aus Liga 2) MTV 1860 geholt. Zu Beginn hielt sich das Spieltempo noch zurück und Metzingen ließ dem Gegner aus dem Tabellenkeller immer wieder Chancen zum Ausgleich oder zur Führung. Nachdem der MTV durch Svenja Lorenz mit 7:6 (12.) in Führung ging, erhöhten die TusSies das Tempo und starteten durch. Aus einem knappen hin und her der ersten Minuten wurde ein dominantes Spiel zugunsten der TuS. Die Favoritenrolle bestätigten die Damen von Spielertrainerin Edina Rott und lieferten kurzerhand eine 6 Tore-Führung zum Halbzeitergebnis ab (10:16).

Mit auf dem Parkett in Brandenburg stand Nastja Antonewitch. Sie konnte bereits in der vergangenen Woche nach Metzingen wechseln weil ihr Ex-Club, der SVG Celle schon als sicherer Absteiger aus der ersten Liga fest steht. Inklusive Zweitspielrecht ist die komfortable Lösung möglich und erlaubt bereits vor Ablauf der Saison einen Wechseln in die Sieben-Keltern-Stadt. Ebenfalls ins Training eingestiegen und am Spiel beteiligt war Julia Smideliusz. Nach einer mehrmonatigen Verletzungspause ist sie für den Endspurt in der 2. Liga wieder fit und kann ihren Mitspielerinnen wieder unter die Arme greifen. Zu Hause geblieben ist Katharina Beddies, seit Ostern trug sie einen Virus mit sich herum und konnte so auch nicht am Training teilnehmen. Daher war ausruhen statt lange fahren und spielen ihr Wochenendprogramm.

Die zweite Halbzeit in Altlandsberg nahm vor den 230 Zuschauern keine Überraschende Wende und Metzingen behielt die Oberhand. Durch das erste Tor von Antonewitch im Trikot der Pink-Ladys baute man die Führung auf 10 Tore aus (14:24 / 41.). Im restlichen Spielverlauf erzielte sie 4 weitere Tore und reihte sich so bereits mit fünf Toren in die Torschützenliste der TuS ein. Mehrmals erreichten die TuS-Damen sogar einen 12-Tore-Vorsprung in der Erlengrundhalle. So auch in der 59. Spielminute, in der Nastja Antonewitch ebenfalls einnetzte. Zwar verkürzten in den letzen 60 Sekunden Nadin Schwarz und Franziska Chmurski den Spielstand. Es blieb jedoch ohne Auswirkung. Die Ergebniskorrektur war vollzogen, das Spiel zu Ende und mit dem Endstand von 29:39 trennten sich die Wege der Teams an dem Abend. Darüber hinaus trennen sich definitiv für die nächste Saison die Wege beider Teams. Der MTV wird wie schon erwähnt keine Lizenz für die 2. Bundesliga beantragen und für die TusSies könnte mit dem Aufstieg schon sehr bald ein lang ersehnter Traum war werden.

TuS Metzingen - TuS Weibern // 27:24

Öschhölle auch für Weibern eine Nummer zu groß

Vor einer atemberaubenden Kulisse mit 740 Zuschauern konnten die TusSies auch das 13. Ligaspiel in Folge gewinnen und wiesen den Tabellendritten aus Weibern mit 27:24 in die Schranken und belegen somit weiterhin den ersten Tabellenplatz. Nach einem nervösen Beginn beider Mannschaft, welche von technischen Fehlern und Fehlwürfen geprägt waren, war es TuS-Kapitänin Patricia Stefani vorbehalten den ersten Metzinger Treffer zu erzielen. Gespielt waren zu diesem Zeitpunkt jedoch schon exakt 3:42 Minuten. Dann jedoch begannen auch die Gäste aus der Eifel heiß zu Laufen und konnten durch Torjägerin Simone Salz ausgleichen und durch einen Doppelpack von Paraskevi Kazaki sogar mit 4:6 in Führung gehen. Nach diesem Treffer sah sich TusSies-Trainerin Edina Rott gezwungen ihre Auszeit zu nehmen und bat ihre Mädels zum Gespräch. Im ersten Moment war an sich nicht sicher, ob sie die richtigen Worte gefunden hatte, da man durch Treffer von Stefani und Huber weiterhin dem zwei Torerückstand hinterherlief.

Dann jedoch zeigte das Metzinger Publikum, angetrieben von Hallensprecher Sebastian Hauenstein, warum es die Öschhalle Woche für Woche in eine „Öschhölle“ verwandelte. Denn man merkte genau, dass die Mannschaft in dieser Phase die Unterstützung des Publikums benötigte und die Ränge antworteten auf ihre ganz eigene Weise. Angetrieben von den frenetischen Fans konnte man nun auch endlich die Stärken ausspielen, so war es die wiederum starke Torhüterin Sabine Stockhorst, welche einen Ball von Simone Salz parieren konnte und sofort Ina Großmann auf die Reise schickte. Diese zeigte sich vor Elisabeth Herbst eiskalt und konnte zum 7:8 einnetzen. Als dann auch noch Annamaria Ilyes und Alexandra Kubasta ihr Torekonto hochschraubten, zeigte sich Rotts Gegenüber Ildiko Barna beim Stand von 9:8 gezwungen ihre grüne Karte beim Schiedsgericht niederzulegen. Bis zum Halbzeitpfiff des Schiedsrichtergespannes Hörath/Hofmann konnten die TusSies den Vorsprung noch auf 13:11 ausbauen. Nach knapp 40 Spielminuten entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch, als innerhalb von vier Minuten 6 Treffer geworfen wurden und die TusSies durch Toptorjägerin Annamaria Ilyes und Patricia Stefani zum ersten Mal mit vier Treffern in Front gingen.
Postwendend zeigte sich Barna erneut genötigt ihre Auszeit zu nehmen und ihre Mannschaft nochmals auf die letzten knapp 15 Minuten einzustellen, da man in den letzten Spielminuten etwas kopflos agierte, sich einige Fehlwürfe leistete und des Öfteren auch an Sabine Stockhorst scheiterte. In der 49. Spielminuten konnte dann wiederum Stockhorst auch der Weiberns Toptorjägerin Svenja Huber vom 7-Meterpunkt den Zahn ziehen und den Vorsprung von 21:17 halten. Als dann nach 53 Spielminuten Alexandra Kubasta einen Tempogegenstoß erfolgreich zum 24:19 abschließen konnte und man nun zum ersten Mal mit 5 Treffern in Front ging, gab es auf den Rängen kein Halten mehr. Was keiner der jeweiligen Anhänger mehr für Möglich hielt passierte dann doch und zwar, dass die Vulkan-Ladies nochmals zurück ins Spiel kommen. Geschuldet war das der Tatsache, dass sowohl Barbara Balogh als auch Patricia Stefani mit jeweils einer zwei Minutenstrafe belegt wurden und die Pink-Ladies somit mit vier Feldspielerinnen auskommen mussten.

Nachdem nun die Gäste wieder auf 24:21 herangekommen waren und Weibern mit einer offensiven Abwehr gegen die verbliebenen TusSies agierte, musste nun auch Edina Rott ihre zweite Auszeit nehmen. In dieser Auszeit war dann auch Gänsehautatmosphäre in der „Öschhölle“ angesagt, denn die Zuschauer merkten erneut, dass man nun die Mannschaft wieder nach vorne peitschen müsse, da das Spiel sonst möglicherweise doch noch kippen drohte. Dies tat man in so eindrucksvoller Weise, dass man sich selbst vom 24:22-Anschlusstreffer durch Svenja Huber nicht beeindrucken ließ. Die TusSies spielten mit den tobenden Fans im Rücken die Partie souverän zu Ende und es war nach dem ersten Treffer in der Partie wiederum Patricia Stefani vorbehalten auch den letzten Treffer der Begegnung zum 27:24 Endstand zu erzielen. Nach Ablauf der Zeit kannte dann der Jubel auf dem Platz und auf den Rängen keine Grenzen mehr, da man zum einen den Tabellendritten in heimischer Halle besiegen konnte und weiterhin vom Platz an der Sonne grüßte. Die Ergebnisse von Nellingen (33:33 in Greven) und Bensheim/Auerbach (29:30 gegen Dortmund) trugen sicherlich noch mehr zur Freude bei. „Ich muss meiner Mannschaft heute wieder mal ein Kompliment machen. Sie haben großartig gespielt und wieder bis zum Umfallen gekämpft. Natürlich gilt heute auch ein großer Dank wieder an unser Publikum. Wir können stolz auf die heutige Leistung sein und meine Mannschaft hat sich die freien Tage über Ostern mehr als verdient“, gab eine überglückliche Edina Rott bekannt.

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