Spielbericht: TuS Metzingen vs. Schwaben Hornets
Im ersten von zwei Derbys des Monats Februar setzte sich die Metzingen gegen Nellingen durch. Mit 30:24 konnten die Damen von Edina Rott den Gegner besiegen und bewiesen Moral. Diese fehlte auf Seiten der Schwaben Hornets gänzlich. So konnten die zahlreich anwesenden Fans der Nellinger ihren Augen nicht trauen als es nach rund 15 Minuten erst zwei Tore zu bejubeln gab. Metzingen erspielte konzentriert und souverän zweitweise einen 10 Tore Vorsprung. Als beste Werferin der Hornets zeigte sich Jessica Schulz, das allein reichte dennoch nicht um mit der hohen Torausbeute der Metzinger mitzuhalten. Jessica Schulz war es auch, die mit einer roten Karte zwei Minuten vor Spielende den Gang in die Kabine antrat. Drei 2-Minuten Zeitstrafen sprachen die Schiedsrichter in der Partie gegen sie aus. Als starker Rückhalt und weiterhin in Bestform zeigte sich Torfrau Sabine Stockhorst. In echter Gefahr sah man den Sieg über weite Strecken nicht. Ein gerechtfertigter 30zu24 Sieg bringt die TusSies in das DHB-Pokal Viertelfinale und die 560 Zuschauer in der Öschhalle hatten wieder allen Grund zur Freude. Edina Rott zeigte sich glücklich und zufrieden, wobei auch für sie das zweite Spiel gegen Nellingen am 18. Februar erst einmal gewonnen werden muss: "Das Liga-Spiel wird ein ganz anderes. Nellingen wird dann wohl wieder mit Daniela Stratmann anreisen und insgesamt sicherlich kompakter aufspielen und stärker sein." Und wie jeder weiß spielen Fans, vorallem im Handball und kleineren Hallen eine große Rolle. Diese Unterstützung war im Pokal-Spiel für Nellingen auswärts da. Nachdem die Truppe von Irina Kolpakova allerdings wenig Moral bewies ist die Anzahl der Hornets-Anhänger am 18. Februar in der Öschhalle jedoch fragwürdig.
Vorbericht: TuS Metzingen vs. Schwaben Hornets
Derby Spiele bedeuten: Rivalität, besondere Spiele, viele Fans in den Hallen und ein heißer Tanz um die Macht in der Region. Die Region ist das Schwabenland und für den kommenden Gegner der TusSies, die Schwaben Hornets aus Ostfildern, bedeutet der Februar ein sehr heißer Tanz. Es stehen insgesamt drei Derbys an. An zwei Spielen davon nehmen die TuS-Damen teil. Am 04. Februar im DHB-Pokal und zwei Wochen später in der Liga. Beide Spiele werden in der Öschhalle ausgetragen.
Anpfiff der Achtelfinalpartie ist 19.00 Uhr. Es werden zahlreiche Fans aus Nellingen erwartet, viele eigene Fans und selbstverständlich interessierte Zuschauer die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Die Hornets spielen eine solide Saison und stehen in der Tabelle der 2. Liga auf Rang 3 mit einem Punkt Rückstand auf die führenden Weibern und Metzingen. In den drei bisherigen Pokalspielen setzte sich Nellingen in Runde eins gegen den Absteiger aus Liga zwei, den SV Allensbach, mit 38:30 durch. Auswärts warfen die Hornets die SG BBM Bietigheim aus dem Pokal und in der dritten Runde des Wettbewerbs schlug man den DJK/MJC Trier mit 35:28.
Mit weitaus größeren Tordifferenzen setzten sich die TusSies bis in das Achtelfinale durch. Allerdings auch mit klassenniedrigeren Gegner. Den Anfang machte die HSG Albstadt Anfang September. Chancenlos traten sie an und verabschiedeten sich mit einer 12:42 Niederlage aus der Öschhalle. Für die zweite Runde reiste Metzingen nach Ottersweier. Hier erspielten sich die Damen von Edina Rott einen 45:21 Sieg bevor im Januar diesen Jahres auch der Einzug in die aktuelle Runde gefeiert werden konnte. Der FSG Idstein/Dotzheim aus Hessen wurde in der eigenen Halle das Torewerfen gezeigt. Zwar gestaltete sich die Anfangsphase der Partie als holprig jedoch verlief das Spiel im Laufe der 60 Minuten weitaus besser und zugunsten der Metzingerinnen.
Spielbericht: TuS Metzingen vs. Borussia Dortmund
Ein Spiel welches als Höhepunkt in der laufenden Runde in Erinnerung bleiben wird. Dortmund wurde in der eigenen Öschhalle oder eben „Öschhölle“, wie der Spielort mittlerweile ungezwungen genannt werden darf, mit 24zu18 geschlagen. In dieser Hölle sahen die Zuschauer am vergangen Samstag ein Spiel am Limit, ein Spiel mit Emotionen und Kampfgeist. Die Abwehr bildete mit Torhüterin Sabine Stockhorst einen starken Rückhalt und war als Einheit ein Teil der Gewinner im Spiel. Aber die Zuschauer in der Halle gehören ebenso zu den Gewinnern. 650 Gäste in der Öschhalle, unter ihnen Handball-Größe Ekke Hoffmann und zahlreiche TusSies-Sponsoren ließen sich das Spektakel nicht entgehen.
Den Beginn der Partie markierten zwei 7-Meter, jeweils für beide Teams. Die TuS 7-Meter-Schützin Ilyes erhöhte anschließend auf 2zu1 ein und Stefanie setzte bis zur siebten Spielminute das 3zu1 drauf. Zwischen Minute 8 und 24 gehörte das Spiel gänzlich den TusSies. Dortmund kam im Angriff nicht zum Zuge und Metzingen spielte mit viel Cleverness. Zwischenzeitlich erreichte die Mannschaft von Edina Rott sogar einen sechs Tore Vorsprung.
In den letzten Minuten der 1. Halbzeit verkürzte der BVB den Spielstand und Esther Meyfarth stellte durch zwei Treffern in Folge den Pausenstand von 14:12 her. Die angekratzte Moral der Borussen-Damen war nach der Pause wieder hergestellt und das Team von Alice Vogler kam mit viel Selbstvertrauen aus der Kabine. Zwei Treffer zu Beginn der zweiten 30 Minuten reichten für den Ausgleich. Einen echten Nervenkitzel mussten nun die Zuschauer in der Halle durchstehen. Zwar blieb der BVB von der 33. Spielminute an zehn Minuten Torlos aber auch Metzingen ist nur zweimal erfolgreich gewesen. So gestaltete sich das Spiel zu einem Kopf an Kopf rennen. In der 46. Minute netzte Dortmunds Nummer 21 Esther Meyfahrt zur Führung ein. 16zu17 zeigte die Anzeigetafel.
Eiskalt wurde dieses Ergebnis von den TusSies vernommen. Denn Meyfahrts Tor sollte das vorletzte des Spiels werden. Auch Top-Torschützing Dagmara Kowalska, die mit 9 Toren die Borussia immer wieder im Spiel hielt konnte nichts mehr bewirken. Bis auf 24 Tore erhöhte Metzingen zum Spielende. Dem Torlauf in den letzten zehn Minuten konnte der BVB nicht mehr standhalten. 24zu18 trennten sich beide Teams.
In absoluter Feierlaune wurde das Sieger-Team vom Metzinger Publikum bejubelt. Minutenlang gab es standing-ovations für die TusSies. Als Spielerin des Spiels wurde wie erwartet Torfrau Sabine Stockhorst gewählt. Ein gelungener Abend der nach dem Spiel ausgiebig in der Halle gefeiert wurde. An der eigens organisierten Aprés-Ski Bar in der Halle wurde mit Fans und Team angestoßen. Nun mehr nicht nur auf die zwei Punkte sondern auch auf den Punktverlust der TuS Weibern. Somit steht Metzingen oben in der Tabelle mit Weibern gleichauf (beide 27:7 Punkte). Dank der besseren Tordifferenz kommt der aktuelle und neue Tabellenführer aus dem Ermstal. Genauso erfolgreich verlief vor dem Spiel ein Sponsorentreffen in der Halle – ein Bericht folgt.
Spielbericht: TSV Nord-Harrislee vs. TuS Metzingen
Die lange Reise zum 16. Spieltag nach Harrislee hat sich für die TusSies gelohnt. Mit zwei Punkten im Gepäck und dem Wissen, dass Weibern in Bietigheim eine Niederlage erlitt, konnten die rund 850 Kilometer nach Metzingen mit einer guten Feierlaune bewältigt werden. Mit 33 zu 26 siegten die Metzinger TuS-Damen und verteidigten erfolgreich den 2. Tabellenplatz. Der Abstand zum Erstplatzierten Weibern beträgt somit nur noch ein Punkt.
Der erste und zweite Treffer im Spiel für die TusSies geht auf das Konto von Annamaria Ilyes. Zwischendurch verwandelt Melanie Legarth für Harrislee einen 7-Meter und es steht 1:2 in der 3. Spielminute. Die Führung gaben die Mädels aus der Outlet-City nicht mehr her und behielten von nun an bis zum Schluss die Oberhand. Eine erfreuliche Nachricht gab es vor Anpfiff ebenso, der Einsatz von Barbara Balogh wurde bestätigt und so konnte Edina Rott auch auf die Ungarin zurück greifen.
Gespielt wurde in der Tarper Treenehalle. Nicht unbedingt ein gewohntes Umfeld für den TSV aus Harrislee. Vielleicht mit ein Grund warum die Damen von Coach Blasczyk das Torkonto von Metzingen nie erreichten und überwiegend eine handvoll Tore zurück lagen. Der beste Nordligist der zweiten Liga wusste jedoch auch spielerisch nicht weiter zu überzeugen und ging mit einem 10:16 Rückstand in die Kabine. In der zweiten Halbzeit behielten die TusSies die Oberhand und bauten fleißig die Führung aus und ließen weiter nichts anbrennen. Von der 43. bis zur 48. Minute legten die drei Metzingerinnen Kubasta (1), Tuc (1) und Beddies (2) nochmals einen obendrauf und verwandelten vier Treffer zum Spielstand von 17:29. Fortan wurde das Spielgeschehen auf Seiten der Gäste etwas ruhiger. Bis zur Schlusssirene in der Treenehalle gaben sich die Harrislee-Damen nicht geschlagen und erkämpften nochmals neun Tore. Dem standen nur vier Treffer auf Metzinger Seite entgegen, was jedoch für einen souveränen Sieg im Norden reichte. Dieses Ergebnis bringt somit zwei Punkte ein und lässt die TuS vor dem dritt-platzierten Nellingen (1 Punkt Rückstand) die zweite Woche in Folge auf einem Aufstiegsplatz rangieren.
VVK Ticket-Info DHB-Pokal Achtelfinale: TuS Metzingen - TV Nellingen
Am 4. Februar steigt in der Öschhalle der Derby-Kracher gegen die Nellinger Hornets. Der ewige Rivale kommt zum Austragen der Achtefinal-Partie des DHB-Pokals. Es wird hierbei keinen Online-Kartenverkauf geben. Auf unserer Webseite werden Sie unter Tickets nicht die Möglichkeit zum Karten bestellen haben. Der Verkauf erfolgt u.a. über die Vorverkaufsstellen, dem Kiosk Richter (Bahnhof Metzingen) und der Tourist-Informationen am Lindenplatz.
Beim Heimspiel gegen Dortmund (28.01.) haben Sie ebenfalls die Chance Karten zu erwerben. Für Dauerkartenbesitzer gilt die Regelung, dass allen Inhabern einer TusSies-Saisonkarte ihre gewohnten Plätze bis zum 01.02. reserviert werden, denn für Pokal- und Entscheidungsspiele haben diese keine Gültigkeit. Die Eintrittspreise sind gleich wie in der Liga.
4-6 Wochen Pause für Julia Smideliusz
Das Verletzungspech bleibt an den TusSies hängen. Während des Trainings am Dienstagabend verletzte sich Julia Smideliusz und wird voraussichtlich 4-6 Wochen ausfallen. In der Aufwärmphase zum Training hatte sie sich das Innenband am Knie eingerissen. Ohne Fremdeinwirkung und durch eine ungünstige Bewegung. Von Glück kann nur die Rede sein, dass es nur ein Einriß des Innenbandes ist. Wenn die Genesung gut verläuft wird Smideliusz Ende Februar, Anfang März wieder einsatzfähig sein, denn dort stehen wichtige Spiele gegen Bietigheim und Bensheim an.
Hinrunde beendet - mehr als nur oben mitgespielt
Nach 15 Spieltagen ist nun die Hinserie der Saison 2011/2012 zu Ende gegangen. In der Öschhalle blieb Metzingen ungeschlagen und holte die höchstmögliche Punktzahl in den Heimspielen, auswärts stehen dem drei Niederlagen und ein Unentschieden entgegen. Eine mehr als Zufriedenstellende Bilanz, auch für Geschäftsführer Ferenc Rott:
"Wir haben uns selbst übertroffen, das Ziel welches zu Saisonbeginn ausgesprochen wurde war oben mitzuspielen. Die Situation und die Konkurrenz in der neuen 2. Liga konnten wir nur schwer einschätzen, nachdem aber die Vorbereitung im Sommer schon sehr gut lief und auch der Start in das Spieljahr hervorragend lief, war uns schnell klar, dass wir zu den gejagten gehören werden." Platz 2 bedeutet laut Regelwerk "Aufstieg" und auf so einem Aufstiegsplatz befinden sich die TusSies nun. Hinzu kommt der DHB-Pokal - hier haben sich die Metzingerinnen für das Achtelfinale qualifiziert und mit Nellingen eine lösbare Aufgabe erhalten.
Der Handball in Metzingen bleibt weiter im Aufwind, sportlich mit dem Team sowie auch die Marke "TusSies". Das sieht auch Ferenc Rott so: "Das wir natürlich die Heimspiele in der ganzen Hinrunde ohne Punktverlust über die Bühne gebracht haben, liegt mit unter an den Zuschauern, die aktuellen Zahlen sind sehr positiv, so hatten wir gegen Zwickau rund 560 Zuschauer in der Halle. Das ist ein super Wert. Und wenn es in entscheidenden Spielphasen eng her geht, dann steht das Publikum hinter den TusSies und das merken die Spielerinnen." Auch Sponsoren blicken immer mehr und mit größerer Aufmerksamkeit auf die Marke "TusSies". Am 28. Januar findet vor dem Heimspiel gegen Dortmund ein "get-together" mit Sponsoren statt. Sozusagen ein Neujahrsempfang in der Öschhalle. "Es haben sich auf Grund von neuen Marketingkonzepten und Ideen in den letzen Jahren ganz neue Möglichkeiten ergeben ein Sponsoring attraktiver zu machen. Dazu gehören genau solche Veranstaltungen wie vor dem Spiel gegen den Dortmund." so Rott.
Cassandra Engel fällt für den Rest der Saison aus
Eine bittere Diagnose muss erst einmal verkraftet werden. Wesentlich kürzer als die Zeit zum verschmerzen anhält, ist der Moment in dem ein Kreuzband reißt. Cassandra Engel die Spielerin mit der Nummer 2 bei den TusSies hat sich ohne Fremdeinwirken beim Spiel gegen Zwickau (15. Spieltag) genau dieses gerissen. Mindestens sechs Monate wird die in der Lutherstadt Wittenberg geborene Handballerin ausfallen. Damit wird sie in der aktuellen Saison nicht mehr im Trikot der TuS zu sehen sein. Sie wird frühestens zur Vorbereitung wieder einsteigen können. Diese Woche steht erst einmal die Operation an - anschließend konzentriert sie sich erst einmal voll und ganz auf die Reha-Maßnahmen. Im Namen der TusSies wünschen wir Cassandra Engel viel Glück und eine erfolgreiche Genesung! Barbara Balogh hatte sich ebenfalls beim Spiel gegen Zwickau verletzt. Sie erlitt zum Glück nur eine Muskelprellung im Hüftbereich. Ob sie schon gegen Harrislee wieder antreten darf wird sie kurz vor Anpfiff entscheiden. Wohl aber wird Balogh mit Sicherheit gegen Dortmund am 28.01. wieder aufspielen.
Ferenc Rott zeigt sich durch den Ausfall von Cassandra Engel sichtlich angespannt: "Sie ist ein herber Verlust für die Mannschaft. Eine Rückraumspielerin, die nahezu alle Positionen bedienen kann und wichtig für die Abwehr ist lässt sich nicht so einfach kompensieren. Wir müssen nun alle gemeinsam kämpfen und am Limit spielen."