6.157 bedeuten Zuschauerrekord im deutschen Frauenhandball

31.12.2016

Schöner hätte das Handballjahr 2016 für die TuS Metzingen nicht zu Ende gehen können. Mit 31:23 besiegten die TusSies den TV Nellingen im Württemberg-Derby. Neben den beiden Punkten im Kampf um die deutsche Meisterschaft stand aber ein anderer Fakt im Fokus der Verantwortlichen. Mit 6.157 Menschen besuchten so kurz vor Jahresende erstmals mehr als 6.000 Menschen ein deutsches Frauenhandball-Spiel und sorgten damit für einen neuen Zuschauerrekord, der nach dem Spiel noch lange gefeiert wurde.

Das Spiel in der fast ausverkauften Stuttgarter Porsche-Arena begann mit viel Tempo und anfangs sehr treffsicheren Gastgeberinnen. So führten die TusSies bereits nach fünf Minuten mit 5:1 und auch Silbermedaillen-Gewinnerin Jasmina Jankovic im Tor der Pink Ladies hielt ihren Kasten weitestgehend sauber. Die meisten im weiten Rund rechneten mit einer klaren Sache, doch der Tabellendritte bekam das Spiel nicht unter Kontrolle und Anne Bocka im Tor des TV Nellingen kam und auch in die Partie. Auch wenn die Schwabenhornets vom 7m-Punkt ihre Chancen nur bedingt nutzen konnten, hielten die –Nellingerinnen das Spiel offen. Zudem spielte die Disqualifikation von TusSies-Spielmacherin Anna Loerper, Gästetrainer Pascal Morgant in die Karten. Das sonst so gefährliche Tempospiel des Vizemeisters wurde dadurch praktisch außer Kraft gesetzt und beide Teams wechselten beim Stand von 14:10 die Seiten.

Nellingen kam mit viel Schwung aus der Kabine und verkürzte auf 14:12. Anne Bocka knüpfte an ihre Leistung mit bislang fünf Paraden an und zeigte auch in den folgenden Minuten Paraden, darunter u.a. einen Gegenstoß von Marlene Zapf. Beim Stand von 18:17 in Minute 40. deutete alles auf ein enges Spiel bis zum Schluss hin. Doch mit einem schnellen 3:0-Lauf führte die TuS zwischenzeitlich mit 22:17. Nun funktionierte auch die Abwehr der Pink Ladies wieder besser und Fehler der Gäste aus Ostfildern wurden nun in gewohnter und temporeicher Manier bestraft. Trainer Csaba Konkoly wechselte gegen Ende nochmals munter durch und der Favorit aus dem Ersmtal feierte nicht nur einen schlussendlich ungefährdeten 31:23-Heimieg, sondern auch einen neuen Zuschauerrekord im deutschen Frauenhandball.

„Es ist sensationell, dass wir diesen Rekord für uns verbuchen konnten. Dies ist der verdiente Abschluss für das erfolgreichste Jahr der Vereinsgeschichte. Mit dem Gewinn der Vizemeisterschaft und dem Erreichen des EHF-Cup Finales im April diesen Jahres haben wir unglaubliches geleistet und über 6.000 Fans zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind“, so Ferenc Rott.

Neben der Begegnung wurde den begeisterten Fans eine sagenhafte Show nicht nur vor und nach dem Spiel, sondern auch in der Halbzeitpause geliefert. Neben Eine Einlaufshow, die Gänsehautatmosphäre in der Arena verbreitete sorgten die Vollblutmusiker Luca Stricagnoli und Meg Pfeiffer mit ihren Auftritten für ein Sahnehäubchen auf einem besonderen Abend Doch auch die Dancing Shoes aus Reutlingen waren wieder mit mehr als 30 Cheerleadern mit von der Partie und ließen in den Auszeiten keine Langeweile aufkommen. Der neue Kalender, eine Mega-Tombola und eine VIP-Aftershow-Party rundeten diesen Abend ab und alle Beteiligten werden diesen sportlichen Jahresausklang lange nicht vergessen.

 

Weitere Stimmen zum Spiel:

Katharina Beddies:
„Das Event in der Porsche-Arena gestern war einfach Mega“.

Jasmina Jankovic:
„Spielerisch war es nicht unsere beste Partie in dieser Saison, aber wir haben zwei Punkte gewonnen und das zählt am Ende. Für uns als Team war es unglaublich, eine solche Zuschauerkulisse bei einem ganz normalen Bundesligaspiel erleben zu dürfen. Ein riesen Dankeschön an Ferenc und seinen Helfern für die Organisation“.

 

So spielten die TusSies:
Wendy Obein, Jasmina Jankovic; Marlene Zapf (1), Luca Szekerczés (4), Delaila Amega (1), Luca Szekerczés (2), Anna Loerper (3), Stina Karlsson (1), Stina Karlsson, Tonje Loeseth (8), Annika Ingenpaß (1), Maren Weigel (6), Kelly Vollebregt (2), Marija Obradovic (2), Celine Michielsen, Katharina Beddies (2), Julia Behnke (3)

 

Spielerin des Spiels:
Tonje Loeseth

 

 

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