Die TuS Metzingen verliert auswärts mit 27:25

01.04.2017

Das Thema Meisterschaft ist für die TuS Metzingen endgültig durch. Mit der 25:27-Niederlage in Dortmund ist das Minuspunktekonto auf acht angewachsen. Aus dem Hinspiel war man gewarnt, was allerdings während der 60 Spielminuten keine Rolle zu spielen schien. Wieder machte man dieselben Fehler, ließ Dortmund in die Gegenstöße kommen, vergab selbst zu viele Möglichkeiten. Und daran war nicht alleine die einmal mehr bärenstarke Nationalkeeperin Clara Woltering schuld.

Der BVB zeigte sich gut erholt von der überraschenden 23:31-Niederlage in Nellingen aus der Vorwoche, bei der TuS Metzingen war nicht mehr viel zu merken vom Schwung, den man gegen Celle noch aufs Parkett legen konnte. Wobei es festzuhalten gilt, dass die Dortmunderinnen richtig gut gespielt haben.

So ging es nach ausgeglichener erster Hälfte, geführt mit hohem Tempo, mit 12:12 in die Pause. Zu Beginn war bei den TusSies Tonje Loseth treffsicher, am Ende hauptsächlich Anna Loerper für die Tore  zuständig. Loseth hatte zum 4:4 (10.) drei Treffer beigesteuert, Loerper war vom 7:7 (16.) bis zum 10:10 (22.) vier Mal in Serie erfolgreich. Auffallend im ersten Abschnitt: Beide  Abwehrreihen samt Torhüterinnen hatten des öfteren auf Durchzug geschaltet, was wiederum die Angriffsleistungen hüben und drüben nicht schmälern soll.

In der zweiten Spielhälfte hatte Metzingen des öfteren die Chance, sich etwas abzusetzen. Etwas dagegen hatte vor allem Nationalkeeperin Clara Woltering, die sich annähernd von jeder TuS-Akteurin eine Freie schnappte. So zum Beispiel im Nachklang des Treffers zum 14:15 (33.) durch Luca Szekerczes, die gut drauf war, keinen ihrer vier Strafwürfe ausließ. Da gerieten die BVB-Damen etwas ins Trudeln – Ausnahme Woltering. In exzellenter Manier parierte sie gegen die jeweils freien Deleila Amega und Marija Obradovic. Nach dem 14:16 (35.), wieder durch Szekerczes, nahm sie Katharina Beddies eine freie Möglichkeit weg.

Ausgerechnet als Kelly Vollebregt in der 50. Minute die TuS mit 22:20 in Führung gebracht hatte, ging nicht mehr viel – beileibe war dies nicht nur Wolterings Tun geschuldet. Drei BVB-Treffer in Folge mit TuS-Unterstützung, Luca Szekerczes konnte noch zum 23:23 egalisieren (53.), ehe Dortmund zielsicher den 27:25-Heimsieg klar machte. Bitter für die TusSies, die zumindest ein gepflegtes Spiel über den Kreis aufziehen konnten. Julia Behnke traf und zog dort Siebenmeter.

Auffälligste BVB-Erscheinung in der entscheidenden Phase war Nadja Zimmermann, der vielleicht manchmal das Glück bei ihren Versuchen aus dem Rückraum hold war, die aber auch nicht auf allzu viel Gegenwehr stieß, meist ungehindert ihre Fackeln loslassen konnte. Rechtsaußen Svenja Huber, die der TuS im Hinspiel über die Maßen zu schaffen gemacht hatte, musste aufgrund immenser Personalprobleme im Rückraum aushelfen, war bei Gegenstößen aber wie gewohnt präsent, zudem treffsicher vom Siebenmeter-Strich.

TuS-Manager Ferenc Rott analysierte schonungslos: „Dortmund hat gut gekämpft, das gespielt was sie können. Unsere Qualitäten haben nicht ausgereicht. Wir haben zu viele Chancen vergeben, technische Fehler begangen und damit Dortmund immer wieder zurückgeholt.“

Quelle: Südwestpresse - Wolfgang Seitz

 

 

 

 

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