Metzingen verliert das Derby knapp mit 23:24

04.04.2017

Nach der knappen Niederlage vom Samstag in Dortmund wollte die TuS Metzingen am gestrigen Dienstag mit einem Sieg gegen Bietigheim wieder ein Erfolgserlebnis einfahren. Die Zuschauer in einer gut gefüllten Paul Horn-Arena sahen ein absolutes Spitzenspiel, was Werbung für den deutschen Frauenhandball war. 

Metzingen gegen Bietigheim war nicht nur das Top-Württemberg-Derby, sondern auch das Duell Erster gegen Dritter. Dabei traf der noch ungeschlagene Gast aus Bietigheim auf die in dieser Spielzeit zuhause noch unbesiegten TusSies. Von Beginn an entwickelte sich eine intensive Begegnung, in welcher die SG den sichtlich besseren Start erwischte. Die Albersten Sieben unterband den gefährlichen Tempohandball der Metzingerinnen und konnte ihrerseits wichtige Treffer erzielen. Beim Stand von 2:7 nahm TuS-Trainer Csaba Konkoly eine Auszeit und stellte sein Team neu ein. Mit einem 6:1-Lauf binnen weniger Minuten egalisierten die Pink Ladies die Gästeführung und gingen beim Stand von 10:9, kurz vor Ende der ersten Halbzeit, wieder in Führung. Gerade in der Abwehr waren die Gastgeberinnen nun präsenter, ließen nur noch wenige Aktionen zu und stellten den Rückraum der SG vor immense Probleme. Den Rest erledigte Jasmina Jankovic, die nun immer mehr heiß lief. Die Arena stand Kopf und bis zur Halbzeit konnte die TuS Metzingen noch zwei Treffer auf dem eigenen Konto verbuchen. Beim 12:9 wechselten beide Teams die Seiten.

Auch nach der Pause blieb die Partie spannend und Bietigheim erwischte erneut den besseren Start. Mit dem Tor zum 14:15 ging die SG wieder in Führung und konnte diese bis zum 16:19 weiter ausbauen. Bei den Ermstälerinnen schlichen sich nun leichte Fehler ein, die die SG BBM mit schnellen Treffer eiskalt ausnutzen konnte. Vor allem über die beiden Außenpositionen zeigte der Spitzenreiter nun eine unglaubliche Effektivität. Metzingen kam zwar nochmals auf 21:22 heran, musste sich aber am Ende den Bietigheimerinnen knapp geschlagen geben. Die TusSies zeigten mit ihrer Leistung, dass man verdientermaßen zu den besten Teams in Deutschland gehört und man im Pokal auf jeden Fall ein Wörtchen mitreden möchte.

Stimmen zum Spiel:

Ferenc Rott:
„Nach einer Niederlage bin ich nie zufrieden, aber heute bin ich stolz auf das Team, was sich nach der Niederlage in Dortmund zusammengerauft hat. Nach der schwachen Anfangsphase ist das Team klasse zurückgekommen und wir haben wieder einen Schritt nach vorne gemacht. Am Ende hatten wir einige Fehler und das hat das Spiel entscheiden. Wir gratulieren Bietigheim und ich denke, dass das Spiel heute eine Werbung für den Frauenhandball war.“

Katharina Beddies:
„Also ich denke in der ersten Halbzeit haben wir eine sehr gute Abwehr gespielt. Nach der Pause haben wir etwas nachgelassen. Gegen Ende sind wir wieder rangekommen. Ich bin unheimlich stolz auf das was wir geleistet haben.“

Jasmina Jankovic:
„Ich bin unglaublich stolz wie wir uns heute zurückgekämpft haben. Wir sind noch enger zusammengerückt und haben es geschafft, einen der besten Rückraumformationen in der Liga zu kontrollieren und uns davon nicht einschüchtern zu lassen. Nun richten wir den Blick auf das Spiel am Samstag.“

So spielten die TusSies:
Wendy Obein, Jasmina Jankovic; Marlene Zapf (1), Delaila Amega, Luca Szekerczés (2), Anna Loerper (7/4), Tonje Loeseth (5), Annika Ingenpaß, Ina Großmann, Maren Weigel, Kelly Vollebregt, Marija Obradovic (4), Katharina Beddies (4), Julia Behnke

 

 

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